Feldtagebuch · GSW · Jahrgang 9/10

Die Spur der Bohne

Eine Expedition in vier Stationen – von der Plantage in Ghana bis ins Supermarktregal in Osnabrück

6°41′ N, 1°37′ W (Kumasi) — 52°16′ N, 8°03′ O (Osnabrück)

Willkommen im Feldtagebuch

Du hältst einen Schokoriegel in der Hand. 1,50 €. Aber welche Reise steckt dahinter? Auf dieser Expedition folgst du der Spur einer Kakaobohne – von der Plantage in Ghana bis ins Supermarktregal in Osnabrück. Vier Stationen warten auf dich. An jeder Station schaust du mit einer anderen Fachbrille auf dieselbe Bohne.

So arbeitest du: Wähle deine Stationen in beliebiger Reihenfolge – allein oder mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner. Jede Station schaffst du in etwa ein bis zwei Lernzeiten. Bei jeder Aufgabe entscheidest du selbst: Basisweg (mit mehr Unterstützung) oder Expeditionsweg (offener und anspruchsvoller). Wenn du nicht weiterkommst, öffne zuerst einen Impuls, bevor du deine Lernbegleitung fragst.

Gesammelte Stempel: 0 von 4

N Plantage bei Kumasi Osnabrück 1 Am Äquator 2 Spuren der Vergangenheit 3 Der Weg des Geldes 4 Der Verhandlungstisch

Dein Ziel

Am Ende der Expedition erstellst du einen Expeditionsbericht in einem Format deiner Wahl – Infografik, Podcast, Plakat, Kommentar oder ein eigener Vorschlag. Empfehlung: Sammle mindestens zwei Stempel, bevor du mit dem Bericht startest. Den Bereich findest du oben unter „✎ Expeditionsbericht".

Hinweis: Deine Eingaben werden in dieser Version nicht dauerhaft gespeichert. Notiere wichtige Ergebnisse in deinem Heft oder deinem digitalen Feldtagebuch.

Station 1 · Geografie

Am Äquator

Das nehme ich mit „Ich kann erklären, warum Kakao nur in bestimmten Regionen der Erde wächst, und die Klimabedingungen in Ghana mit denen in Osnabrück vergleichen."

Material A · Der Kakaogürtel

Kakao wächst fast ausschließlich in einem schmalen Band rund um den Äquator – zwischen etwa 23° nördlicher und 23° südlicher Breite. Man nennt dieses Band den Kakaogürtel. Die wichtigsten Anbauländer liegen in Westafrika (Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Kamerun), in Südostasien (Indonesien) und in Lateinamerika (Ecuador, Brasilien). Allein die Elfenbeinküste und Ghana liefern zusammen mehr als die Hälfte des Kakaos weltweit.

Steckbrief · Der Kakaobaum ist eine Diva

  • Temperatur: ganzjährig 21–32 °C, niemals unter 16 °C
  • Niederschlag: mindestens 1 200 mm pro Jahr, möglichst gleichmäßig verteilt
  • Hohe Luftfeuchtigkeit, keine langen Trockenzeiten
  • Braucht Schatten größerer Bäume – er wächst im „Unterholz" des Regenwalds
  • Erste Ernte erst nach ca. 4–5 Jahren

Material B · Klimadaten im Vergleich

Monatsmittelwerte (gerundete Richtwerte)
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezJahr
Kumasi (Ghana), ca. 270 m ü. M.
Temperatur (°C)272828282726252526262727≈ 26,7
Niederschlag (mm)1760130140180220120751701909530≈ 1 430
Osnabrück (Deutschland), ca. 65 m ü. M.
Temperatur (°C)225913161818141063≈ 9,7
Niederschlag (mm)705565456070807565656575≈ 790

Datenbasis: langjährige Klimamittel, gerundet und didaktisch vereinfacht.

Methoden-Aufgabe M · Klimadiagramme zeichnen – erledige diese Aufgabe, bevor du mit Aufgabe 1 beginnst

Klimadiagramme sind das wichtigste Werkzeug der Klimaforschung. Sie zeigen auf einen Blick, wie sich Temperatur und Niederschlag über ein Jahr verteilen – und machen zwei sehr unterschiedliche Orte direkt vergleichbar. Deine Aufgabe: Erstelle je ein Klimadiagramm für Kumasi und für Osnabrück, bevor du die Aufgaben 1–3 bearbeitest.

Wähle deinen Weg:

✎  Auf Papier zeichnen

Lade das Arbeitsblatt herunter oder hol dir ein ausgedrucktes Exemplar bei der Lernbegleitung. Nutze einen roten Stift für die Temperaturkurve und einen blauen für die Niederschlagssäulen.

↓ Arbeitsblatt öffnen / drucken

📱  Digital auf dem iPad

Öffne Numbers (vorinstalliert) und lege eine Tabelle mit den Monatsdaten an. Markiere die Werte, tippe auf „Diagramm einfügen" → „Kombiniert" (Linie + Balken). Benenne beide Achsen.

Alternative: Erstelle das Diagramm in einer anderen App deiner Wahl – kläre kurz mit der Lernbegleitung ab, ob sie passt.

Achte dabei auf:

  • Linke Achse: Temperatur in °C · Rechte Achse: Niederschlag in mm
  • Temperaturkurve = Linie (roter Stift / rote Farbe)
  • Niederschlag = Balken / Säulen (blauer Stift / blaue Farbe)
  • Titel, Maßeinheiten und Legende nicht vergessen
  • Beide Diagramme im gleichen Maßstab zeichnen – nur dann kann man sie vergleichen
Impuls 1 – Welche Werte kommen auf welche Achse?
Die Temperaturdaten (z. B. 27, 28, 28 …) kommen auf die linke Achse. Die Niederschlagsdaten (z. B. 17, 60, 130 …) kommen auf die rechte Achse. Die Monate (Jan–Dez) bilden die untere (waagerechte) Achse.
Impuls 2 – Wie viel Platz muss die Achse für Kumasi haben?
Der höchste Niederschlagswert für Kumasi ist 220 mm (im Juni). Deine rechte Achse muss also mindestens bis 220 mm, besser bis 250 mm reichen. Für die Temperatur reicht eine Skala von 0 bis 30 °C für beide Städte.
Wenn du fertig bist: Lege deine Diagramme neben das Gerät – du brauchst sie für Aufgabe 2. Fotografiere sie oder schreibe deine Beobachtungen direkt ins Feldtagebuch.
Aufgabe 1 · Den Kakaogürtel verorten

Nenne drei Anbauländer aus dem Kakaogürtel. Begründe mithilfe des Steckbriefs in zwei bis drei Sätzen, warum diese Länder für den Kakaoanbau geeignet sind.

Impuls 1
Schau dir an, wo die genannten Länder auf einer Weltkarte oder in deinem Atlas liegen. Was haben sie gemeinsam?
Impuls 2
Vergleiche die Lage der Länder mit den Bedingungen aus dem Steckbrief: Welche Temperatur- und Niederschlagswerte findet der Kakaobaum dort vor?

Prüfe die These: „Durch den Klimawandel könnte Kakao bald auch in Südeuropa wachsen." Nimm begründet Stellung – nutze dafür den Steckbrief und dein Wissen über das Klima am Mittelmeer.

Impuls 1
Es wird am Mittelmeer wärmer – aber reicht Wärme allein? Gehe alle Bedingungen aus dem Steckbrief einzeln durch.
Impuls 2
Denke besonders an den Sommer am Mittelmeer: Wie sieht es dort mit Regen und Luftfeuchtigkeit aus?
Aufgabe 2 · Klimavergleich Kumasi – Osnabrück

Werte die Klimatabelle mit diesen Leitfragen aus und notiere deine Antworten im Feldtagebuch:

a) Welcher ist der wärmste und der kälteste Monat in Kumasi? Und in Osnabrück?
b) Wie stark schwankt die Temperatur im Jahresverlauf – hier und dort? Rechne die Differenz aus.
c) Wie verteilt sich der Niederschlag über das Jahr? Gibt es in Kumasi besonders feuchte und besonders trockene Monate?
d) Wie viel Regen fällt in Kumasi insgesamt im Jahr? Und in Osnabrück? Vergleiche die Jahressummen.

Impuls 1
Für b): Differenz = höchster Wert minus niedrigster Wert. Schau dir die Ergebnisse für beide Städte an. Was fällt auf?
Impuls 2
Für c): Gibt es Monate mit weniger als 50 mm in Kumasi? Wie viele sind das – und wann liegen sie im Jahr?

Nimm deine fertigen Klimadiagramme aus der Methoden-Aufgabe zur Hand. Formuliere auf Basis deiner Diagramme und der Tabelle die drei entscheidenden Unterschiede zwischen den Klimaten von Kumasi und Osnabrück. Erkläre dabei jeweils, was der Unterschied für den Kakaoanbau bedeutet.

Gehe anschließend einen Schritt weiter: Welches der beiden Diagramme würde ein Klimaforscher als „ausgeglichener" bezeichnen – und was meint er damit?

Impuls 1
„Entscheidend" heißt: Welche Unterschiede erklären am besten, warum Kakao nur in Kumasi wächst und nicht in Osnabrück? Schaue auf Temperatur UND Niederschlag.
Impuls 2
„Ausgeglichen" beschreibt, wie stark ein Wert (Temperatur oder Niederschlag) über das Jahr schwankt. Je kleiner die Schwankung, desto ausgeglichener das Klima.
Aufgabe 3 · Transfer

Erkläre in drei Sätzen, warum in Osnabrück kein Kakao wächst. Nutze dabei mindestens zwei Werte aus der Klimatabelle als Beleg.

Impuls 1
Beginne mit der wichtigsten Bedingung aus dem Steckbrief, die Osnabrück am deutlichsten verfehlt.
Impuls 2
Ein Beleg-Satz könnte so beginnen: „Im Januar liegt die Durchschnittstemperatur in Osnabrück bei nur … °C, der Kakaobaum braucht aber …"

Denke einen Schritt weiter: Was bedeutet es für ein Land wie Ghana, wenn ein wichtiges Exportprodukt nur dort wachsen kann – und fast nirgendwo sonst? Notiere zwei Chancen und zwei Risiken. (Diese Frage nimmst du mit zur Station „Der Weg des Geldes".)

Impuls 1
Chance: Wer etwas Seltenes hat, kann es verkaufen. Aber wer legt eigentlich den Preis fest?
Impuls 2
Risiko: Was passiert mit Ghana, wenn der Weltmarktpreis für Kakao fällt – oder wenn eine Ernte durch Wetter oder Krankheiten ausfällt?

Selbstkontrolle

1 · Der Kakaogürtel liegt …

2 · Lies aus der Klimatabelle ab: Wie groß ist der Unterschied zwischen dem wärmsten und dem kältesten Monat in Kumasi ungefähr?

Musterantwort zu Aufgabe 2 (Basisweg) anzeigen

In Kumasi ist es das ganze Jahr über etwa gleich warm: Der wärmste Monat (Februar/März, ca. 28 °C) und der kühlste Monat (Juli/August, ca. 25 °C) liegen nur rund 3 °C auseinander. In Osnabrück dagegen schwankt die Temperatur stark – vom Januar (ca. 2 °C) bis zum Juli (ca. 18 °C) sind es rund 16 °C Unterschied.

Beim Niederschlag ist es umgekehrt: In Osnabrück regnet es das ganze Jahr über ziemlich gleichmäßig (etwa 45–80 mm pro Monat). In Kumasi gibt es dagegen feuchte Zeiten (z. B. Juni mit ca. 220 mm) und eine kurze Trockenzeit (z. B. Januar mit nur ca. 17 mm) – insgesamt fällt dort mit rund 1 430 mm aber fast doppelt so viel Regen wie in Osnabrück.

Vergleiche: Hast du die Schwankungen bei Temperatur und Niederschlag erkannt und mit Zahlen belegt?

Ampel-Check: Wie sicher fühlst du dich beim Ziel dieser Station?

Stark! Notiere in einem Satz, was dir am meisten geholfen hat – das ist dein Merksatz fürs Feldtagebuch.

Gut unterwegs. Notiere, welcher Teil noch unsicher ist, und öffne dazu noch einmal die Impulse oder die Musterantwort.

Kein Problem – dafür ist die Expedition da. Notiere deine konkrete Frage und bring sie ins nächste Gespräch mit deiner Lernbegleitung mit.

Station 2 · Geschichte

Spuren der Vergangenheit

Das nehme ich mit „Ich kann an Quellen zeigen, wie der Kakaohandel mit dem Kolonialismus verbunden war, und Ereignisse in eine zeitliche Ordnung bringen."

Ghana hieß bis 1957 „Goldküste" – und war eine britische Kolonie. Genau in dieser Zeit wurde das Gebiet zum größten Kakaoexporteur der Welt. Zufall? Um das zu klären, brauchst du das wichtigste Werkzeug der Geschichtswissenschaft: Quellen – und einen kritischen Blick darauf.

Methodenkasten · Quellen befragen

  • Wer hat die Quelle verfasst? In welcher Rolle?
  • Wann und wo ist sie entstanden?
  • Für wen wurde sie geschrieben?
  • Mit welcher Absicht? Was will der Verfasser erreichen?
  • Was fehlt? Welche Perspektive kommt nicht vor?

Material A · Zwei Stimmen aus derselben Zeit

„Der Fortschritt an der Goldküste ist unverkennbar. Unsere Gesellschaft hat Straßen und eine Eisenbahn bis in das Landesinnere gebaut, sodass die Kakaoernte nun zügig die Häfen erreicht. Die Eingeborenen lernen unter unserer Anleitung geordnete Arbeit und verlässlichen Handel. Die Ausfuhr von Kakao hat sich binnen zehn Jahren vervielfacht – zum Wohle des Empire und, wie ich meine, auch zu ihrem eigenen."

Aus dem Bericht eines britischen Handelsvertreters an seine Handelsgesellschaft, Goldküste, um 1905. Didaktisch bearbeitete und gekürzte Fassung nach zeitgenössischen Berichten.

„Die Bauern erhalten für ihre Säcke einen Preis, den die Aufkäufer der Gesellschaften untereinander festlegen – widersprechen können sie nicht, denn andere Käufer gibt es nicht. Wer die Kopfsteuer nicht zahlen kann, muss sie beim Straßen- und Bahnbau abarbeiten. Ich habe Träger gesehen, darunter halbe Kinder, die tagelang schwere Lasten zu den Sammelstellen schleppten, für einen Lohn, der kaum für das Essen reicht."

Aus dem Bericht eines europäischen Missionars über seine Reise durch das Kakao-Anbaugebiet, um 1905. Didaktisch bearbeitete und gekürzte Fassung nach zeitgenössischen Berichten.

Aufgabe 1 · Quellenarbeit

Erschließe Quelle A Schritt für Schritt mit dem Methodenkasten. Beantworte jede der fünf Fragen in einem kurzen Satz in deinem Feldtagebuch.

Impuls 1
Zur Frage „Mit welcher Absicht?": An wen schreibt der Verfasser – und wovon hängt vermutlich sein Erfolg (und sein Gehalt) ab?
Impuls 2
Zur Frage „Was fehlt?": Wessen Sicht auf Eisenbahn, Arbeit und Handel kommt in Quelle A überhaupt nicht vor?

Vergleiche beide Quellen: An welchen Stellen widersprechen sie sich? Erkläre die Widersprüche mithilfe des Methodenkastens – wie kommt es, dass zwei Menschen dieselbe Zeit so unterschiedlich beschreiben?

Impuls 1
Beide erwähnen die Eisenbahn und die Arbeit. Stelle die Aussagen in einer Tabelle direkt gegenüber.
Impuls 2
Frage bei beiden: Wem nützt es, wenn seine Darstellung geglaubt wird? Beachte: Auch Quelle B ist eine Perspektive – von außen, nicht von den Bauern selbst.
Aufgabe 2 · Der Zeitstrahl der Bohne

Bringe die sieben Ereigniskarten mit den Pfeiltasten in die richtige zeitliche Reihenfolge – das älteste Ereignis nach oben. Prüfe anschließend deine Lösung.

    Impuls 1
    Zwei Anker helfen: Kakao kam lange vor der Kolonialzeit nach Europa – und Ghanas Unabhängigkeit liegt nach den Weltkriegen.
    Impuls 2
    Überlege logisch: Erst muss es Tafelschokolade geben, bevor die Nachfrage nach Kakao riesig wird – und erst danach lohnt sich der Anbau im großen Stil.
    Aufgabe 3 · Ein Urteil vorbereiten

    Vervollständige die folgenden Satzanfänge in deinem Feldtagebuch – belege jeweils mit einer Stelle aus den Quellen:

    a) „Der Kakaohandel um 1900 war ungerecht organisiert, weil …"
    b) „Die Kolonialmacht profitierte, indem …"
    c) „Aus Quelle A allein würde man das nicht erfahren, denn …"

    Impuls 1
    Für a) und b): In Quelle B steckt beides – schau auf Preise und auf die Kopfsteuer.
    Impuls 2
    „Belegen" heißt: Nimm ein kurzes Zitat oder eine konkrete Information aus der Quelle in deinen Satz auf.

    Schreibe einen Kurztext (ca. 10 Sätze): „Welche Spuren der Kolonialzeit erkennst du im heutigen Kakaohandel?" Nutze dein Wissen aus den Quellen und dem Zeitstrahl. (Wenn du Station 3 schon bearbeitet hast: Die Preisverteilung liefert dir ein starkes Argument.)

    Impuls 1
    Vergleiche: Wer baute damals an, wer verarbeitete und verkaufte? Und wie ist diese Aufteilung heute?
    Impuls 2
    Fachleute nennen solche fortbestehenden Strukturen „koloniale Kontinuitäten". Prüfe: Passt der Begriff zu dem, was du beobachtest – oder hat sich Entscheidendes geändert?

    Selbstkontrolle

    1 · Warum fragt man bei einer Quelle zuerst, wer sie verfasst hat und mit welcher Absicht?

    2 · In welchem Jahr wurde Ghana unabhängig – als erstes Land Subsahara-Afrikas, das die Kolonialherrschaft beendete?

    Musterantwort zu Aufgabe 1 (Expeditionsweg) anzeigen

    Die Quellen widersprechen sich vor allem in zwei Punkten. Erstens bei der Arbeit: Quelle A spricht von „geordneter Arbeit", die die Menschen „lernen" – Quelle B beschreibt dagegen Zwang (Abarbeiten der Kopfsteuer) und sehr niedrige Löhne, sogar bei Kindern. Zweitens beim Nutzen: Quelle A behauptet, der Handel nütze „auch" den Einheimischen – Quelle B zeigt, dass die Bauern die Preise nicht mitbestimmen können.

    Erklären lassen sich die Widersprüche über die Verfasser: Der Handelsvertreter schreibt an seine eigene Gesellschaft – er will Erfolge melden, von denen seine Stellung abhängt. Der Missionar schreibt als Außenstehender, der die Zustände kritisch dokumentiert. Wichtig bleibt: Beide sind Europäer. Die Sicht der ghanaischen Bäuerinnen und Bauern selbst fehlt in beiden Quellen – das muss ein Urteil berücksichtigen.

    Ampel-Check: Wie sicher fühlst du dich beim Ziel dieser Station?

    Stark! Notiere in einem Satz, woran du eine einseitige Quelle künftig erkennst.

    Gut unterwegs. Welcher Schritt des Methodenkastens fällt dir noch schwer? Notiere ihn.

    Kein Problem. Notiere deine konkrete Frage zu den Quellen und besprich sie mit deiner Lernbegleitung.

    Station 3 · Wirtschaft

    Der Weg des Geldes

    Das nehme ich mit „Ich kann die Wertschöpfungskette eines Schokoriegels beschreiben und beurteilen, wie fair der Preis von 1,50 € verteilt ist."

    Material A · Von der Bohne zum Riegel

    Bis aus einer Kakaobohne ein Schokoriegel wird, durchläuft sie viele Stationen. Bei jeder Station kommt Arbeit hinzu – und der Wert des Produkts steigt. Diese Kette von Arbeitsschritten nennt man Wertschöpfungskette. Wer an welcher Stelle der Kette sitzt, entscheidet darüber, wie viel vom Endpreis dort hängen bleibt.

    Aufgabe 1 · Die Kette rekonstruieren

    Bringe die sieben Stationen der Wertschöpfungskette mit den Pfeiltasten in die richtige Reihenfolge – vom Anfang der Kette (oben) bis zum Ende (unten). Prüfe dann deine Lösung.

      Notiere anschließend zu jeder Station einen Satz: Was passiert hier – und was wird dadurch wertvoller?

      Impuls 1
      Starte ganz am Anfang: Was muss passieren, bevor überhaupt eine Bohne geerntet werden kann?
      Impuls 2
      Fermentieren und Trocknen passiert noch auf oder nahe der Farm – das Rösten und Mahlen dagegen meist in großen Fabriken. Wo stehen diese Fabriken wohl?

      Überlege nach dem Sortieren: An welcher Stelle der Kette steigt der Wert am stärksten – und warum ausgerechnet dort? Notiere eine begründete Vermutung, bevor du zu Aufgabe 2 gehst.

      Impuls 1
      Frage dich bei jeder Station: Wie leicht könnte jemand anderes diesen Schritt übernehmen? Je schwerer ersetzbar, desto mehr bleibt dort hängen.
      Impuls 2
      Denke an Markennamen, Werbung und Rezepturen: Wo in der Kette entstehen sie – und was machen sie mit dem Preis?
      Aufgabe 2 · 1,50 € zerlegen

      Schätze zuerst, dann prüfe: Verteile die 1,50 € mit den Reglern auf die sechs Beteiligten. Decke danach die tatsächliche Verteilung auf und beantworte: Wie viel Cent erreichen die Kakaobäuerinnen und -bauern? Was überrascht dich am meisten?

      Schätze zuerst mit den Reglern, decke dann auf – und erkläre anschließend die größte Abweichung zwischen deiner Schätzung und der Wirklichkeit: Warum hast du dich dort vertan? Und warum ist die tatsächliche Verteilung so, wie sie ist? Formuliere zwei Erklärungshypothesen.

      Deine Schätzung (Ziel: zusammen 1,50 €)

      Summe deiner Schätzung: 0,00 €

      Deine Schätzung

      Tatsächliche Verteilung (Richtwerte)

      Richtwerte für eine konventionelle Milchschokolade, vereinfacht nach Studien zur Kakao-Wertschöpfung (u. a. Cocoa Barometer). Je nach Produkt und Jahr schwanken die Anteile.

      Impuls 1
      Denke daran: Auch der Staat verdient mit (Mehrwertsteuer) – und der Supermarkt hat Miete, Personal und Gewinn einzurechnen.
      Impuls 2
      Zum Erklären hilft Aufgabe 1: Wer in der Kette ist leicht austauschbar, wer nicht? Millionen Farmen verkaufen an wenige große Aufkäufer – was macht das mit der Verhandlungsmacht?
      Aufgabe 3 · Fairness beurteilen

      „Fairtrade-Schokolade kostet mehr – lohnt sich das?" Lege in deinem Feldtagebuch eine Pro-/Contra-Tabelle an und sortiere diese Argumentkarten ein. Ergänze ein eigenes Argument:

      ▸ Bäuerinnen und Bauern erhalten einen garantierten Mindestpreis.
      ▸ Auch bei Fairtrade kommt nur ein Teil des Aufpreises auf der Farm an.
      ▸ Nicht jede Familie kann sich teurere Schokolade leisten.
      ▸ Der Mindestpreis schützt, wenn der Weltmarktpreis abstürzt.
      ▸ Siegel sind für Verbraucher:innen schwer zu durchschauen.
      ▸ Prämien finanzieren Schulen und Brunnen in den Anbaugemeinden.

      Impuls 1
      Prüfe jede Karte: Aus wessen Sicht ist das ein Vorteil oder Nachteil – aus Sicht der Bäuerin oder der Käuferin?
      Impuls 2
      Ein eigenes Argument findest du über die Preisverteilung aus Aufgabe 2: Was würde ein höherer Bäuer:innen-Anteil am Gesamtpreis wirklich kosten?

      Schreibe ein begründetes Kurzurteil (ca. 8 Sätze) zur Frage „Fairtrade-Schokolade kaufen – lohnt sich das?" mit mindestens zwei Argumenten für deine Position und einem ernst genommenen Gegenargument.

      Impuls 1
      Lege zuerst dein Kriterium fest: Beurteilst du nach Wirkung für die Bäuer:innen, nach Kosten für Käufer:innen – oder nach etwas Drittem?
      Impuls 2
      Ein Gegenargument „ernst nehmen" heißt: es fair wiedergeben und dann begründen, warum dein Argument trotzdem schwerer wiegt.

      Selbstkontrolle

      1 · Was beschreibt der Begriff „Wertschöpfungskette"?

      2 · Wie viel von einem 1,50-€-Riegel erreicht ungefähr die Kakaobäuerinnen und -bauern?

      Musterantwort zu Aufgabe 3 (Expeditionsweg) anzeigen – als ein mögliches Urteil

      Mein Kriterium ist die Wirkung für die Menschen am Anfang der Kette. Daran gemessen lohnt sich Fairtrade-Schokolade: Der garantierte Mindestpreis schützt die Familien, wenn der Weltmarktpreis einbricht – genau das Risiko, das entsteht, wenn ein Land stark von einem einzigen Exportprodukt abhängt. Außerdem finanzieren die Prämien Gemeinschaftsprojekte wie Schulen, die allen im Dorf nützen.

      Das stärkste Gegenargument nehme ich ernst: Auch bei Fairtrade kommt nur ein Teil des Aufpreises auf der Farm an, und der Bäuer:innen-Anteil am Gesamtpreis bleibt klein. Das stimmt – aber ein garantierter, etwas höherer Preis ist für eine Familie ein echter Unterschied, auch wenn er das System nicht komplett verändert. Deshalb komme ich zu dem Urteil: Fairtrade ist kein Allheilmittel, aber ein sinnvoller Schritt – solange politische Regeln fehlen, die für die ganze Branche gelten.

      Wichtig: Das ist ein mögliches Urteil, nicht das „richtige". Entscheidend ist, dass Kriterium, Argumente und Gegenargument klar erkennbar sind.

      Ampel-Check: Wie sicher fühlst du dich beim Ziel dieser Station?

      Stark! Notiere die eine Zahl aus dieser Station, die du dir merken willst – und warum.

      Gut unterwegs. Kette oder Preisverteilung – was ist noch wackelig? Notiere es für dein nächstes Coaching.

      Kein Problem. Starte beim nächsten Mal mit der Ketten-Übung und hole dir dann einen Impuls dazu.

      Station 4 · Politik

      Der Verhandlungstisch

      Das nehme ich mit „Ich kann verschiedene Positionen zum Lieferkettengesetz vergleichen und ein eigenes begründetes Urteil fällen."

      Material A · Worum geht es?

      Seit 2023 gilt in Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – kurz: Lieferkettengesetz. Es verpflichtet große Unternehmen, auf Menschenrechte und Umweltschutz zu achten, und zwar nicht nur im eigenen Betrieb, sondern entlang ihrer Lieferkette – also z. B. auch bei Kakao-Zulieferern in Ghana. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Auf EU-Ebene wurde eine ähnliche Regelung für ganz Europa beschlossen; über deren genaue Ausgestaltung wird politisch weiter gerungen.

      Vereinfachte Darstellung. Die Regeln werden politisch laufend weiterentwickelt – recherchiere für den aktuellen Stand z. B. bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

      Material B · Vier Stimmen am Verhandlungstisch

      Position 1 · Unternehmerverband

      „Gut gemeint, aber eine Bürokratie-Lawine"

      Das Gesetz überfordert Unternehmen und schadet dem Standort Deutschland.

      • Die Dokumentationspflichten kosten viel Geld und Personal – das trifft am Ende auch kleinere Zulieferer.
      • Firmen aus Ländern ohne solche Gesetze haben einen Wettbewerbsvorteil; manche Unternehmen ziehen sich lieber ganz aus schwierigen Ländern zurück.
      Position 2 · Menschenrechtsorganisation

      „Ein Anfang – aber viel zu zahnlos"

      Das Gesetz geht nicht weit genug, um Ausbeutung wirklich zu stoppen.

      • Es gilt nur für sehr große Unternehmen – viele Firmen sind gar nicht erfasst.
      • Betroffene, etwa Kakaobauernfamilien, können vor deutschen Gerichten kaum selbst auf Schadensersatz klagen; Kontrollen sind selten.
      Position 3 · Kakaobäuerin aus Ghana

      „Was ändert sich für uns – konkret?"

      Papier aus Europa hilft nur, wenn am Ende mehr Geld und Sicherheit auf der Farm ankommen.

      • Wenn Konzerne nur Formulare von uns verlangen, aber die gleichen niedrigen Preise zahlen, ändert sich nichts.
      • Es könnte sogar schaden: Wer die neuen Nachweise nicht liefern kann, verliert vielleicht seinen Abnehmer.
      Position 4 · Verbraucher in Deutschland

      „Verantwortung ja – aber wer bezahlt sie?"

      Faire Lieferketten sind richtig, dürfen aber nicht allein auf die Kund:innen abgewälzt werden.

      • Ich kann im Supermarkt nicht jede Lieferkette selbst prüfen – dafür braucht es verlässliche Regeln.
      • Wenn Produkte teurer werden, trifft das Familien mit wenig Geld am stärksten.
      Aufgabe 1 · Positionen erfassen

      Lege in deinem Feldtagebuch ein Raster mit vier Zeilen an. Halte zu jeder Positionskarte die Kernaussage in einem eigenen Satz fest – ohne abzuschreiben.

      Impuls 1
      Ein guter Kernsatz beantwortet: Ist die Person eher für oder gegen das Gesetz – und was ist ihr wichtigster Grund?
      Impuls 2
      Achtung bei Position 2 und 3: Beide klingen kritisch – aber kritisieren sie das Gesetz aus derselben Richtung?

      Erstelle das Raster mit einer zusätzlichen Spalte „Interesse": Welche Interessen stecken hinter jeder Position? Wovon hängt das Wohl der jeweiligen Gruppe ab?

      Impuls 1
      Frage bei jeder Karte: Was hätte diese Gruppe zu gewinnen, was zu verlieren, wenn das Gesetz verschärft würde?
      Impuls 2
      Interessen sind nicht automatisch verwerflich – auch die Menschenrechtsorganisation „will" etwas. Formuliere neutral.
      Aufgabe 2 · Positionen ins Gespräch bringen

      Wähle zwei Positionskarten aus, zwischen denen du den stärksten Konflikt siehst. Benenne den Konflikt in zwei Sätzen: „… will vor allem …, während … befürchtet, dass …"

      Impuls 1
      Ein starker Konflikt liegt vor, wenn die Wünsche der einen Seite die Befürchtungen der anderen direkt auslösen.
      Impuls 2
      Probiere Position 1 gegen Position 2 – oder den überraschenderen Konflikt zwischen Position 2 und 3.

      Schreibe einen fiktiven Kurz-Dialog (6–8 Sätze) zwischen zwei Positionen deiner Wahl – z. B. als Wortwechsel in einer Talkshow. Beide Seiten sollen ihr stärkstes Argument unterbringen und einmal direkt aufeinander reagieren.

      Impuls 1
      „Direkt reagieren" heißt: Die zweite Person greift ein Wort oder Argument der ersten auf – und dreht es um oder entkräftet es.
      Impuls 2
      Lass beide Seiten stark sein. Ein Dialog, in dem eine Seite nur verliert, ist kein echter Verhandlungstisch.
      Aufgabe 3 · Dein Urteil

      So geht begründetes Urteilen: ① Kriterium nennen (Woran misst du?) → ② Argumente abwägen (auch die Gegenseite!) → ③ Position beziehen.

      Baue dein Urteil mit diesem Gerüst in deinem Feldtagebuch:

      „Für mich ist am wichtigsten, dass … (Kriterium).
      Dafür spricht … (Argument 1). Außerdem … (Argument 2).
      Allerdings muss man bedenken, dass … (Gegenargument aus einer der Karten).
      Trotzdem/Deshalb komme ich zu dem Urteil: Das Lieferkettengesetz sollte … (beibehalten / verschärft / vereinfacht / abgeschafft) werden, weil …"

      Impuls 1
      Mögliche Kriterien: Wirkung für die Menschen im Anbauland, Kosten für Unternehmen, Verlässlichkeit für Verbraucher:innen. Wähle eins.
      Impuls 2
      Das Gegenargument nimmst du am besten von der Position, die deinem Urteil am stärksten widerspricht.

      Schreibe ein freies Urteil (ca. 10–12 Sätze) zur Frage „Braucht es ein (schärferes) Lieferkettengesetz?". Pflicht: ein klar benanntes Kriterium und mindestens eine Gegenposition, die du ernsthaft aufgreifst, bevor du sie entkräftest oder ihr teilweise recht gibst.

      Impuls 1
      Die stärkste Gegenposition ist oft Position 3: Nützt das Gesetz den Menschen, um die es geht, wirklich? Wenn du dafür bist, musst du hierauf antworten.
      Impuls 2
      „Teilweise recht geben" ist erlaubt und stark: Du kannst für das Gesetz sein und trotzdem eine Schwäche zugeben – sag dann, wie sie behoben werden könnte.

      Selbstkontrolle

      1 · Was regelt das deutsche Lieferkettengesetz im Kern?

      2 · Welche Aussage passt zu Position 3 (Kakaobäuerin)?

      Beispiel-Urteil anzeigen – ausdrücklich als ein mögliches Urteil, nicht als „richtige Meinung"

      Mein Kriterium ist die Wirkung für die Menschen am Anfang der Lieferkette. Daran gemessen halte ich das Lieferkettengesetz für richtig – aber verbesserungsbedürftig. Dafür spricht: Ohne verbindliche Regeln bleibt Verantwortung freiwillig, und die Preisverteilung beim Schokoriegel zeigt, wie wenig Freiwilligkeit bisher bewirkt hat. Außerdem entlastet ein Gesetz die Verbraucher:innen, die im Supermarkt nicht jede Lieferkette selbst prüfen können (Position 4).

      Die stärkste Gegenposition kommt aber von der Kakaobäuerin: Wenn das Gesetz nur Formulare erzeugt und Konzerne sich im Zweifel ganz zurückziehen, kann es den Betroffenen sogar schaden. Dieses Argument nehme ich ernst – es spricht aus meiner Sicht jedoch nicht gegen das Gesetz, sondern für seine Verbesserung: etwa durch Unterstützung der Zulieferer bei den Nachweisen und durch Regeln, die faire Einkaufspreise einbeziehen. Deshalb lautet mein Urteil: beibehalten und gezielt nachschärfen.

      Ampel-Check: Wie sicher fühlst du dich beim Ziel dieser Station?

      Stark! Notiere: Welches Argument der Gegenseite fandest du am schwersten zu entkräften?

      Gut unterwegs. Positionen verstehen oder selbst urteilen – wo hakt es noch? Notiere es.

      Kein Problem. Starte beim nächsten Mal mit dem Basisweg von Aufgabe 1 und dem Urteils-Gerüst.

      Abschluss

      Dein Expeditionsbericht

      Gesammelte Stempel: 0 von 4

      Zeit, deine Expedition auszuwerten. Wähle ein Format und verarbeite darin Erkenntnisse aus mindestens zwei Stationen. Empfehlung: Starte erst, wenn du mindestens zwei Stempel gesammelt hast. Sprich Umfang und Abgabe mit deiner Lernbegleitung ab.

      Noch kein Format gewählt.

      📊 Infografik

      „Die Reise der Bohne auf einen Blick" – eine Seite, die die Spur der Bohne visuell erzählt.

      Das gehört hinein
      • Der Weg der Bohne als roter Faden (Karte, Kette oder Zeitachse)
      • Mindestens drei aussagekräftige Zahlen mit kurzer Einordnung
      • Erkenntnisse aus mindestens zwei Stationen, klar erkennbar
      • Quellenhinweis und eine Überschrift, die neugierig macht

      🎙 Podcast

      3–5 Minuten Audio – z. B. ein fiktives Interview mit einer Kakaobäuerin oder eine Reportage.

      Das gehört hinein
      • Ein Einstieg, der in 20 Sekunden klar macht, worum es geht
      • Fachbegriffe aus mindestens zwei Stationen, verständlich erklärt
      • Mindestens eine Perspektive, die nicht deine eigene ist
      • Ein Schluss mit deiner begründeten Einschätzung

      🖼 Plakat

      Ein Plakat für den Marktplatz oder das Lernbüro – informieren und zum Nachdenken bringen.

      Das gehört hinein
      • Eine Kernbotschaft, die man in 5 Sekunden erfasst
      • Inhalte aus mindestens zwei Stationen (z. B. Preisverteilung + Klima)
      • Lesbare Gestaltung: wenig Text, klare Hierarchie, Bild oder Diagramm
      • Quellenhinweis am unteren Rand

      ✍ Kommentar

      Ein Meinungstext im Zeitungsstil: „1,50 € – ein fairer Preis?" (ca. 300–400 Wörter).

      Das gehört hinein
      • Ein Einstieg mit Haltung – der Leser soll deine Position schnell erkennen
      • Mindestens zwei Argumente, gestützt auf Fakten aus den Stationen
      • Eine Gegenposition, die du ernst nimmst
      • Ein pointierter Schlusssatz

      💡 Eigener Vorschlag

      Video, Ausstellungsstück, Quiz für andere Lernpartner:innen … – deine Idee.

      So gehst du vor
      • Beschreibe deine Idee in zwei bis drei Sätzen
      • Kläre mit deiner Lernbegleitung: Was sind die Mindestbausteine?
      • Auch hier gilt: Inhalte aus mindestens zwei Stationen

      Rückmelde-Kriterien (für dich und deine Lernbegleitung)

      Fachlichkeit: Sind die Informationen korrekt und mit den Materialien der Stationen belegt?
      Vernetzung: Sind mindestens zwei Fachperspektiven erkennbar verbunden?
      Urteilskraft: Wird eine eigene, begründete Position sichtbar – inklusive Gegenperspektive?
      Form: Passt die Gestaltung zum gewählten Format und zur Zielgruppe?