Geschichte · Klasse 10 · Stunde 2 von 8

Die Erste Tschechoslowakische Republik (1918–1938)

Selbstlerneinheit zur Vorbereitung der Abschlussfahrt nach Prag

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Abschnitt 0 von 5
Einstieg · 5 Minuten

Was weißt du schon?

💭 Überlege kurz: Was verbindest du mit dem Jahr 1918 in Mitteleuropa?

📌 Wo stehen wir?

In der letzten Stunde hast du die Geschichte Prags von der Antike bis zur Gründung der Tschechoslowakei kennengelernt. Du weißt nun: Am 28. Oktober 1918 wurde die Tschechoslowakische Republik ausgerufen.

Diese Stunde vertieft genau diese Zeit: Was war das für ein Staat? Wer regierte? Warum gilt er als Besonderheit – und warum scheiterte er trotzdem?

🖊 Vorwissen aktivieren

V
Notiere in 2–3 Sätzen, was du aus Stunde 1 noch weißt: Was war die Tschechoslowakei, wer gründete sie, und vor welchen Herausforderungen stand sie?
💡 Kein Blick in deine Notizen – schreibe aus dem Gedächtnis. Das hilft beim Lernen!
Meine Antwort:
Lesen & Verstehen · 10 Minuten

Tomáš G. Masaryk und die Gründung der ČSR

🔍 Leitfrage: Wer war Masaryk – und was machte ihn zum „Vater der Nation"?

📚 Methode: Darstellung lesen

  1. Lies den Text in Ruhe durch – markiere gedanklich, was du nicht verstehst.
  2. Achte auf: Wer? Was? Wann? Warum? Was war die Folge?
  3. Der Text ist eine Darstellung – er wurde von Historikern nach der beschriebenen Zeit verfasst.
📄 Darstellung A: Tomáš G. Masaryk und die Gründung der Tschechoslowakei

Tomáš Garrigue Masaryk (1850–1937) war Philosoph, Universitätsprofessor und leidenschaftlicher Demokrat. Er lehrte an der Karlsuniversität in Prag und war einer der schärfsten Kritiker der habsburgischen Herrschaft. Schon vor dem Ersten Weltkrieg setzte er sich öffentlich für Meinungsfreiheit und nationale Selbstbestimmung ein.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, floh Masaryk ins Exil. Von London, Paris und Washington aus warb er bei den Regierungen der Entente für einen eigenständigen tschechoslowakischen Staat. Er überzeugte die USA, Großbritannien und Frankreich: Die Tschechoslowakei, so argumentierte er, solle ein demokratischer Staat sein – ein verlässlicher Partner im künftigen Europa.

Am 28. Oktober 1918 riefen die tschechischen Nationalräte in Prag die Tschechoslowakische Republik (ČSR) aus. Das Habsburger Kaiserreich war kurz vor dem Zusammenbruch; die Ausrufung erfolgte fast ohne Gewalt. Masaryk wurde im November 1918 zum ersten Staatspräsidenten gewählt – aus dem Exil, noch ohne zurückgekehrt zu sein.

Masaryk prägte die neue Republik entscheidend. Er stand für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und humanistische Werte. Sein Bild hing in unzähligen tschechoslowakischen Schulen. Er blieb bis 1935 Präsident und gilt bis heute als Nationalheld – in Tschechien führt die wichtigste internationale Auszeichnung des Landes seinen Namen.

Darstellung nach: Heimann, Mary. Czechoslovakia. The State That Failed. Yale 2009; vgl. auch Geschichte und Geschehen Jg. 9/10, Klett 2018, S. 93–94.

📅 Schlüsseldaten 1918–1920

1918
28. Oktober: Ausrufung der Tschechoslowakischen Republik (ČSR) in Prag
1918
November: Masaryk wird erster Staatspräsident. Edvard Beneš wird Außenminister.
1919
Friedensvertrag von Saint-Germain: Grenzen der ČSR völkerrechtlich anerkannt. Die Slowakei und die Karpato-Ukraine werden Teil des neuen Staates.
1920
Verfassung: Die ČSR gibt sich eine demokratische Verfassung mit Parlament, allgemeinem Wahlrecht und Grundrechten.

🖊 Aufgaben zu Darstellung A

1
Beschreibe in eigenen Worten: Wie gelang es Masaryk, einen eigenständigen tschechoslowakischen Staat zu gründen? Welche Schritte unternahm er?
Meine Antwort:
Masaryk floh im Ersten Weltkrieg ins Exil und warb von dort aus bei den Entente-Mächten (USA, GB, Frankreich) für einen tschechoslowakischen Staat. Er argumentierte mit der Demokratiefähigkeit des neuen Staates. Nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns riefen die tschechischen Nationalräte am 28. Oktober 1918 die Republik aus – fast gewaltlos. Masaryk wurde noch im Exil zum ersten Präsidenten gewählt.
2
Erkläre, warum Masaryk bis heute als „Vater der Nation" gilt. Nutze mindestens zwei konkrete Belege aus dem Text.
Meine Antwort:
Masaryk gilt als Vater der Nation, weil er die Staatsgründung von Anfang an betrieb (Exil-Tätigkeit 1914–1918) und die neuen demokratischen Werte verkörperte. Belege: (1) Sein Bild hing in unzähligen Schulen, was zeigt, wie sehr er Vorbild war. (2) Die wichtigste tschechische Auszeichnung trägt noch heute seinen Namen. Beides zeigt, dass er weit über seine Amtszeit hinaus als Gründerfigur verehrt wurde.
3
Ist Darstellung A eine Quelle oder eine Darstellung? Begründe anhand eines konkreten Merkmals des Textes.
💡 Erinnerung: Eine Quelle stammt aus der beschriebenen Zeit. Eine Darstellung wurde später von Historikern verfasst.
Meine Antwort:
Es ist eine Darstellung. Merkmale: Der Text wurde 2009 von Mary Heimann verfasst (weit nach 1918) und stützt sich auf historische Forschung. Er bewertet Masaryk retrospektiv (z.B. „gilt bis heute als Nationalheld") – das ist nur möglich, wenn der Autor zeitlichen Abstand hatte.
Analysieren & Vergleichen · 10 Minuten

Die ČSR – eine „Demokratie-Insel" in Ostmitteleuropa

🔍 Leitfrage: Warum war die ČSR so besonders – und was machte ihre Demokratie aus?
📄 Darstellung B: Die Erste Republik – Stärken und Errungenschaften

Die Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit (1918–1938) wird von Historikern als „Demokratie-Insel" in Ostmitteleuropa bezeichnet. Während ringsherum autoritäre Regime entstanden – in Polen, Ungarn, Österreich, Rumänien – blieb die ČSR ein demokratischer Rechtsstaat mit funktionierendem Parlament und regelmäßigen Wahlen.

Die Verfassung von 1920 garantierte ein allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen, Presse- und Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und den Schutz von Minderheiten. Das Bildungssystem war gut ausgebaut; die Karlsuniversität Prag gehörte zu den renommierten Hochschulen Europas.

Wirtschaftlich war die ČSR eine der am stärksten industrialisierten Regionen Europas – das Böhmische Becken mit seinen Industriezentren rund um Pilsen, Brünn und im Sudetenland produzierte Maschinen, Textilien und Waffen von Weltrang. Die Škoda-Werke wurden weltbekannt. Der Lebensstandard lag deutlich über dem vieler Nachbarstaaten.

Prag blühte als kulturelle Metropole. Kafka schrieb auf Deutsch in Prag; tschechische, deutsche und jüdische Kulturschaffende wirkten Seite an Seite. Das Prager Kaffeehaus war ein Ort europäischen Geisteslebens.

Darstellung nach: Kural, Václav / Radvanovský, Zdeněk. Sudetenland. Praha 2002; vgl. Geschichte und Geschehen Jg. 9/10, Klett 2018.

🗺️ Vergleich: Ostmitteleuropa in den 1920er Jahren

Land Regierungsform 1920er Jahre Besonderheit
Tschechoslowakei Demokratie Stabiles parlamentarisches System, Verfassung 1920
Polen Autoritär ab 1926 Militärputsch Piłsudski 1926, Einschränkung der Demokratie
Ungarn Autoritär Horthy-Regime ab 1920, konservativ-autoritär
Österreich Autoritär ab 1933 Dollfuß-Diktatur ab 1933, Ausschaltung des Parlaments
Deutschland NS-Diktatur ab 1933 Weimarer Republik scheitert; Hitler Reichskanzler ab 1933

🖊 Aufgaben zur Demokratie-Insel

1
Erkläre in eigenen Worten, warum die ČSR als „Demokratie-Insel" bezeichnet wird. Nutze die Vergleichstabelle und den Lesetext.
Meine Antwort:
Der Begriff beschreibt, dass die ČSR die einzige stabile Demokratie in Ostmitteleuropa der Zwischenkriegszeit war. Ringsherum entstanden autoritäre Regime (Polen, Ungarn, Österreich) oder Diktaturen (Deutschland). Die ČSR blieb dagegen ein demokratischer Rechtsstaat mit Wahlen, Verfassung und Grundrechten – wie eine Insel der Demokratie in einem „Meer" des Autoritarismus.
2
Nenne drei Stärken der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Unterscheide dabei zwischen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Stärken.
Meine Antwort:
3
Franz Kafka lebte und schrieb in Prag auf Deutsch. Was zeigt das über die ČSR – und was könnte das auch schon ankündigen?
💡 Denke an den Begriff „Minderheiten" – den werdet ihr im nächsten Abschnitt vertiefen.
Meine Antwort:
Quellenarbeit · 10 Minuten

Das Minderheitenproblem – die Achillesferse der ČSR

🔍 Leitfrage: Wie wurde das Zusammenleben der Völker zur Schwäche des Staates?
📄 Darstellung C: Die Sudetendeutschen und das Minderheitenproblem

Die ČSR war ein Vielvölkerstaat: Neben Tschechen (ca. 51 %) und Slowaken (ca. 16 %) lebten etwa 3,2 Millionen Sudetendeutsche (ca. 23 %) im Land, dazu Ungarn, Polen, Ruthenen und weitere Gruppen. Die Verfassung schützte Minderheitenrechte – Schulen, Zeitungen und Behörden in der Minderheitensprache waren möglich.

In der Praxis gab es jedoch Spannungen: Sudetendeutsche Parteien beklagten, dass Tschechen bei Staatsanstellungen bevorzugt wurden. Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 traf die sudetendeutschen Industrieregionen besonders hart – die Arbeitslosigkeit war hoch.

1933 nutzte Konrad Henlein die Unzufriedenheit: Er gründete die Sudetendeutsche Partei (SdP), die sich mehr und mehr an Hitlers NSDAP orientierte. Bei den Wahlen 1935 wurde die SdP mit fast 68 % der deutsch-böhmischen Stimmen stärkste Partei der Sudetendeutschen.

Hitler instrumentalisierte das „Sudetenproblem" für seine Expansionspolitik. Er forderte zunächst Autonomie, dann den Anschluss der sudetendeutschen Gebiete ans Deutsche Reich. Die westlichen Demokratien gaben dem Druck nach: Im Münchner Abkommen vom 29. September 1938 zwangen Großbritannien, Frankreich und Italien die ČSR, das Sudetenland abzutreten – ohne die Tschechoslowakei selbst an den Verhandlungen zu beteiligen.

Darstellung nach: Brandes, Detlef. Die Sudetendeutschen im Krisenjahr 1938. München 2008; Geschichte und Geschehen Jg. 9/10, Klett 2018.
📜 Quelle: Rede Henleins auf dem Parteitag der SdP, April 1938 (Auszug, vereinfacht)

"Wir wollen heim ins Reich! Jahrelang haben wir gekämpft, jahrelang haben wir gewartet. Unsere Sprache, unsere Kultur, unser Volkstum wird nicht länger unterdrückt werden. Das sudetendeutsche Volk steht zu seinem Führer – und sein Führer steht zu uns."

Quelle: Rede Konrad Henleins auf dem SdP-Parteitag in Aussig, April 1938 (paraphrasiert nach Zeitzeugenberichten; vgl. Brandes 2008).

🖊 Aufgaben zu Minderheiten und Krise

1
Erkläre in eigenen Worten: Was war das „Sudetenproblem"? Welche historischen Ursachen hatte es?
Meine Antwort:
Das „Sudetenproblem" entstand, weil in der ČSR rund 3,2 Millionen Sudetendeutsche lebten, die sich vom tschechischen Staat benachteiligt fühlten (z.B. bei Staatsanstellungen). Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 verschärfte die Unzufriedenheit. Hitler und Henlein nutzten diese Stimmung politisch – sie forderten zuerst Autonomie, dann den Anschluss an Deutschland.
2
Analysiere die Quelle (Henlein-Rede): Welche Argumente nutzt Henlein, um die Sudetendeutschen zu mobilisieren? Welche Sprachmittel fallen dir auf?
💡 Achte auf: Wir-Gefühl, Feindbilder, historische Anspielungen, Wiederholungen.
Meine Antwort:
Argumente: Henlein behauptet, die Sudetendeutschen seien „unterdrückt" worden – das schafft ein Opferbild. Er verspricht Zugehörigkeit zum „Reich". Die Losung „Heim ins Reich" setzt voraus, dass Deutschland die eigentliche Heimat der Sudetendeutschen sei. Sprachmittel: Wiederholung („jahrelang … jahrelang"), Wir-Gefühl (wir/uns), Bezug auf Hitler als „Führer" – erkennbar nationalsozialistische Rhetorik.
3
Ist die Henlein-Rede eine Quelle oder eine Darstellung? Welche Besonderheiten musst du bei der Nutzung dieser Quelle beachten?
Meine Antwort:
Die Rede ist eine Quelle – sie stammt aus der beschriebenen Zeit (1938). Besonderheiten: Es handelt sich um Propaganda; Henlein verfolgt ein politisches Ziel (Mobilisierung, Anschluss). Die Quelle zeigt, wie die SdP ihre Anhänger ansprach, sagt aber nichts Objektives über die tatsächliche Lage der Sudetendeutschen aus. Sie muss mit anderen Quellen und Darstellungen verglichen werden.
Überprüfen & Sichern · 10 Minuten

Selbstkontrolle – Wissensquiz & Lückentext

🧠 Teste dich selbst: Was hast du behalten?

📝 Lückentext: Fülle die Lücken aus

Schreibe die passenden Begriffe in die Eingabefelder. Dann klicke auf „Überprüfen".

Die Tschechoslowakische Republik wurde am ausgerufen. Erster Staatspräsident wurde . Die ČSR gilt als besonders, weil sie die einzige stabile in Ostmitteleuropa war. Die von 1920 garantierte allgemeines Wahlrecht und Grundrechte. Die größte Minderheit in der ČSR waren die mit ca. 3,2 Millionen Menschen. Im Jahr 1938 zwangen die Westmächte die ČSR im , das Sudetenland abzutreten.


🎯 Wissensquiz – Klicke auf die richtige Antwort

1. Wann wurde die Tschechoslowakische Republik ausgerufen?

A 11. November 1918 (Waffenstillstand)
B 28. Oktober 1918
C 1. Januar 1919
D 28. Juni 1919 (Versailler Vertrag)

2. Was ist die „Breschnew-Doktrin"? (Vorausschau auf Stunde 5/6 – rate!)

A Das Recht der USA, in Lateinamerika einzugreifen
B Die Politik der wirtschaftlichen Öffnung in der UdSSR
C Das sowjetische Recht, in sozialistischen Bruderstaaten militärisch einzugreifen
D Der Vertrag zur Gründung des Warschauer Paktes

3. Welchen Begriff verwendeten Historiker für die ČSR in der Zwischenkriegszeit?

A „Bollwerk des Westens"
B „Demokratie-Insel"
C „Kleines Frankreich"
D „Musterstaat des Ostens"

4. Was war das Münchner Abkommen (1938)?

A Ein Friedensvertrag zwischen der ČSR und Deutschland
B Ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der ČSR
C Eine Vereinbarung der Westmächte, durch die die ČSR das Sudetenland an Deutschland abtreten musste
D Eine Erklärung der ČSR, freiwillig dem Deutschen Reich beizutreten

5. Wie lautete die Losung der Sudetendeutschen Partei (SdP)?

A „Freiheit für Böhmen!"
B „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!"
C „Heim ins Reich!"
D „Autonomie jetzt!"

🔭 Transferaufgabe: Verbindung zu heute

T
Ihr werdet in Prag den Wenzelsplatz besuchen – genau dort, wo 1918 die Republik ausgerufen wurde und wo 1989 die Samtene Revolution stattfand. Formuliere in 3–5 Sätzen: Welche historische Bedeutung hat dieser Ort – und was würdest du dir dort ansehen oder denken wollen?
💡 Diese Aufgabe bereitet euch direkt auf die Fahrt vor. Es gibt keine „falsche" Antwort.
Meine Gedanken:
⭐⭐⭐

Gut gemacht!

Du hast die Selbstlerneinheit zur Ersten Tschechoslowakischen Republik abgeschlossen.

📋 Das hast du in dieser Stunde gelernt

Wissen
Masaryk gründete die ČSR 1918 durch Exil-Diplomatie; sie war die einzige stabile Demokratie Ostmitteleuropas der Zwischenkriegszeit.
Analyse
Du hast Quellen (Henlein-Rede) und Darstellungen unterschieden und analysiert.
Urteil
Das Minderheitenproblem und das Münchner Abkommen 1938 machten die ČSR trotz ihrer Stärken verletzlich.
Transfer
Du hast den Wenzelsplatz als historischen Erinnerungsort reflektiert – gut vorbereitet für die Fahrt.

🔭 Vorschau: Was kommt in den nächsten Stunden?

Std. 3
NS-Herrschaft in der Tschechoslowakei (1938–1945) – Münchner Abkommen, Protektorat, Terezín
Std. 4
Kommunismus (1945–1967) – „Siegreicher Februar", Schauprozesse, Alltag unter der Diktatur
Std. 5–6
Der Prager Frühling 1968 – Reformkommunismus, Niederschlagung, Breschnew-Doktrin

📌 Merkkarte: Quelle vs. Darstellung

  • Quelle: Stammt aus der beschriebenen Zeit (z.B. Henlein-Rede 1938)
  • Darstellung: Wurde nach der Zeit verfasst (z.B. Schulbuchtext, Geschichtsbuch)
  • Beide brauchen kritische Analyse: Wer schreibt? Mit welchem Ziel? Aus welcher Perspektive?
  • Eine Darstellung trifft immer eine Auswahl – sie ist nie „neutral".