Selbstlern-Modul für die Werkstatt „KI für Schüler*innen" – Jahrgang 8–10
Nicht alles, was „KI" heißt, funktioniert gleich – drei Arten begegnen dir am häufigsten.
🧩 Kennst du das schon? Schau dir das Beispiel „Klemmbaustein-Intelligenz" von demoki.info an – vielleicht kennst du es schon aus den letzten Jahren.
z. B. ChatGPT, Claude, Gemini. Du schreibst eine Frage oder Aufgabe, die KI antwortet in Textform – erklärt, fasst zusammen, verbessert Texte. Sie „weiß" aber nichts wirklich, sie berechnet nur, welches Wort als Nächstes am wahrscheinlichsten passt.
z. B. Midjourney, DALL-E. Du beschreibst ein Bild in Worten, die KI erzeugt daraus eine Grafik. Diese Bilder sind komplett neu erstellt, keine Fotos – auch wenn sie täuschend echt aussehen können.
z. B. Siri, Alexa. Verstehen gesprochene Sprache und führen einfache Befehle aus. Meist einfacher gebaut als Chatbots.
Nenne drei Beispiele aus deinem Alltag, wo dir KI schon begegnet ist (auch wenn du es vielleicht gar nicht bewusst wahrgenommen hast). Schreibe pro Kasten ein Beispiel hinein und ordne es danach einer KI-Art zu.
Muster statt Denken.
🧩 Kennst du das schon? Manche Lernpartner*innen aus Jahrgang 7–8 kennen vielleicht schon demoki.info.
Ein Sprachmodell hat vorher Millionen von Texten gelesen – Bücher, Webseiten, Artikel. Dabei hat es kein Wissen im menschlichen Sinn „gelernt", sondern Muster erkannt: Welches Wort folgt typischerweise auf welches?
Ein Vergleich: Stell dir vor, du hast noch nie „Guten ___" gehört, aber tausendmal gelesen, dass danach meistens „Morgen" oder „Tag" kommt. Du würdest richtig raten, ohne den Satz wirklich zu „verstehen". Genau so – nur viel komplexer – funktioniert ein Sprachmodell.
Gib der KI den Satzanfang „Der Fußball rollte über das ___" ein und lass sie ihn vervollständigen. Frag sie danach: „Wie hast du entschieden, welches Wort du nimmst?"
Du brauchst dafür kein eigenes Konto – eine KI kannst du ohne Anmeldung nutzen: DuckDuckGo AI-Chat.
Was hat dich an der Antwort überrascht oder bestätigt? (2–3 Sätze)Überzeugend klingen ≠ richtig liegen.
Eine KI kann sehr überzeugend klingen – und trotzdem komplett falsch liegen. Das nennt man „Halluzination": Die KI erfindet Fakten, Zitate, Quellen oder Zahlen, die es gar nicht gibt. Sie tut das nicht absichtlich und merkt es auch nicht selbst – sie berechnet einfach, was plausibel klingt (siehe Segment 2).
Frag die KI nach etwas sehr Speziellem, das sie vermutlich nicht genau wissen kann (z. B. „Nenne mir drei Fakten über [ein Ereignis an eurer Schule, ein sehr kleines lokales Thema, ein erfundener Name]"). Prüfe die Antwort.
Erkennst du erfundene Details? Woran hast du sie erkannt?Beispiel: Frag eine KI z. B. nach dem Aktenzeichen und der Begründung eines sehr speziellen (frei erfundenen) Gerichtsurteils, etwa „Nenne mir Aktenzeichen und Begründung des Urteils Meyer gegen Schulze vor dem Amtsgericht Lingen von 2019". Häufig erfindet die KI ein vollständig plausibel klingendes Aktenzeichen (z. B. „14 C 233/19"), ein Datum, einen Richternamen und sogar eine Urteilsbegründung – obwohl es dieses Urteil gar nicht gibt. Genau das ist eine Halluzination: Form und Ton wirken seriös und amtlich, der Inhalt ist komplett erfunden.
Die Antwort einer KI hängt stark davon ab, wie du fragst.
Ein guter Prompt (= Anfrage) macht den Unterschied zwischen einer unbrauchbaren und einer wirklich hilfreichen Antwort. Vergleiche diese zwei Prompts:
Du brauchst kein eigenes Konto – eine KI kannst du ohne Anmeldung nutzen: DuckDuckGo AI-Chat.
Nimm ein Thema, das dich interessiert. Schreibe zuerst einen „schlechten" Prompt (kurz, unklar) und lass die KI antworten.
Mein schlechter Prompt:Verbessere den Prompt dann mit den vier Bausteinen.
Mein verbesserter Prompt:Profis bauen richtig gute Prompts oft in klar benannten Abschnitten auf. Fülle die folgenden Bausteine zu einem Thema deiner Wahl aus – unten siehst du die Vorschau deines fertigen Profi-Prompts.
Noch keine Angaben – fülle oben mindestens ein Feld aus.
Die KI-Werkstatt läuft nach den gleichen Grundsätzen wie der Rest der Friedensschule.
Beantworte kurz (schriftlich oder im Gespräch mit deiner Lernbegleitung):
1. Nenne einen Grund, warum du eine KI-Antwort immer gegenprüfen solltest.
2. Was macht einen guten Prompt aus? (Nenne mind. 2 Bausteine)
3. Nenne eine Regel aus den Leitgedanken, die auch für KI-Nutzung gilt.
Alle deine Antworten aus dem Modul auf einen Blick – zeig sie deiner Lernbegleitung oder lade sie als Datei herunter.
Tipp: Wähle im Druckdialog „Als PDF sichern"/„Speichern unter PDF" – auf dem iPad über das Freigabe-Symbol „In Dateien sichern".
Du hast die Einführungseinheit der KI-Werkstatt durchgearbeitet. Lade deine Antworten herunter und zeig sie deiner Lernbegleitung – erst danach kannst du frei aus den Werkstatt-Modulen B, C und D wählen.
✔️ Geschafft! Zeig diese Seite oder die heruntergeladene Datei deiner Lernbegleitung, damit sie das Modul als erledigt vermerken kann.